Das Großglockner Skirennen

KSC Sportgeschichte

Mit der ersten Durchführung 1935 wurde das Glockner Abfahrtslauf neben dem Lauberhorn-, Hahnenkamm-, Kandahar- und Westenpokal-Rennen aufgezählt. Seit jeher sollten die Rennen, sofern es die Verhältnisse zu ließen, jährlich durchgeführt werden. 

Für den Abfahrtslauf und den Riesenslalom mussten die Skirennläufer auf ihren „Brettln“ die Rennstrecke selbst präparieren. Das bedeutete 1200 Höhenmeter und 3,5 Kilometer bergab und anschließend wieder bergauf. Zwei Stunden dauerte der Aufstieg. Die Ausrüstung dafür mussten die Rennläufer selbst organisieren. Wer Glück hatte, bekam ein paar Ski vom Ausrüster geschenkt. Der erste Versuch ein Rennen am Gloßglockner zu fahren wurde 1932 vom Salzburger Skilehrer Hannes Schroll veranstaltet. Schon in den 1920er und 30er Jahren setzte sich Landeshauptmann Franz Rehrl vermehrt für den Bau der Großgkockner Hochalpenstraße ein. Überliefert sind auch Ideen von dem Kärntner Skipionier Albert Bildstein 1930 ein Skirennen durchzuführen. Bildstein ist auch der Erfinder des nach ihm bekannten Federstrammers für Skibindungen.

Zwischen 1935 und 1949 fanden am Großglockner Internationale Skirennen statt. Das erste Rennen 1935 konnte der Vorarlberger Friedl Pfeifer (SC Arlberg) für sich entscheiden. Bekannt sind auch Rudolf Matt (SC Arlberg) und Eugen Tschurtschenthaler mit den Plätzen zwei und drei.  Aus dem Jahr 1949 ist die Teilnahme von 61 Läufern aus Salzburg, Oberösterreich und Kärnten bekannt. Die Siegeszeit von Hans Senger betrug 2:46,5 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h entspricht. 8000 Zuschauer schauten sich das hochalpine Skirennen live an. Dem Kitzbüheler Ski Club ist mit Fritz Huber und Hanns Harisch die Teilnahme zweier Clubmitglieder bekannt. Fritz Huber wurde zweiter, Hanns Harisch neunter. Wann die beiden an dem Rennen teilnahmen ist uns leider nicht bekannt. Auch Jahrhundertsportler Toni Sailer startete in den 50er Jahren auf Österreichs höchstem Berg an den Start.

In der Literatur ist die Rede von der schwierigsten Rennstrecke der Welt. Der Streckenverlauf variierte jedoch von Jahr zu Jahr stark. Von der Adlersruhe über das Hofmannkees bis zur Pasterze, das waren die Fixpunkte für den Lauf. Insgesamt gab es fünf Abfahrtsläufe, bevor 1959 die Veranstaltung aufgrund der schlechter werdenden Bedingungen wegen des Gletscherschwunds aufgegeben wurde.

Sollte jemand Informationen oder Fotos zum Großglockner Skirennen haben, würde sich der Kitzbüheler Ski Club über eine Mitteilung an Javascript einschalten um diesen Content zu sehen. freuen.