Frankreich und Österreich geben den Ton an
Virtus Open Alpine Ski
Im Riesentorlauf der Virtus Open Alpine Ski feierten drei Athleten ihren zweiten Sieg innerhalb von 24 Stunden: Jasmin Heim aus Vorarlberg sowie die beiden Franzosen Mattéo Delval und Axel Bringdal. Am Samstag um 9.45 Uhr wird die internationale Rennserie mit dem Slalom abgeschlossen.
Tag 2 bei den Virtus Open auf dem Kitzbüheler Horn – und trotz zweier Trainings sowie des Super-G am Donnerstag wurde schnell klar, dass die neue Rennstrecke auf der Brunelle kaum Fehler und keine Unaufmerksamkeiten verzeiht – selbst dann nicht, wenn man sie in dieser Woche schon mehrfach bewältigt hat.
Unter den fünf Ausfällen im ersten Durchgang des Riesentorlaufs fand sich mit Lokalmatador Lukas Moser auch ein Sieger des Vortages: „Es war ein Innenskifehler, aber das macht nichts“, sagte er später im Ziel. Sein Fokus lag da schon auf dem Slalom am Samstagvormittag: „Da gebe ich wieder Gas.“ Besser machte es sein Bruder Thomas Moser, der im Riesentorlauf Platz fünf belegte. Ganz vorne gab es in der Klasse II2 einen heimischen Doppelsieg: Michael Konrad triumphierte vor Markus Grameiser und Samuel Pantano aus Italien.
Ein ganz großes Ausrufezeichen setzten am Freitagvormittag drei Athleten der Virtus Open: Jasmin Heim aus Vorarlberg sowie die beiden Franzosen Mattéo Delval und Axel Bringdal. Jasmin Heim holte sich in der Klasse II1 nach dem Sieg im Super-G auch jenen im Riesentorlauf. Diesmal verwies sie ihre Konkurrentin Amilia Selznick mit einem Vorsprung von fast zwei Sekunden auf Platz zwei. Tags zuvor standen die beiden noch ex aequo an der Spitze. Axel Bringdal ist in seiner Klasse (II3) bislang einsame Spitze: Lag er im Super-G noch 6,7 Sekunden vor Teamkollege Ange Cazorla, so waren es im Riesentorlauf bereits 12,3 Sekunden. Mattéo Delval verwies in der Klasse II1 Thomas Girard – ebenfalls aus Frankreich – um über sieben Sekunden auf Platz zwei. Antoine Maure auf Rang drei machte den französischen Dreifachsieg im Riesentorlauf der Klasse II1 perfekt.
Für Christian Öllinger aus Oberösterreich gab es hinter den drei Franzosen nur den undankbaren vierten Platz. Dennoch glaubt er fest daran, im Slalom am Samstag wieder auf das Podest zurückzukehren – schließlich freute er sich bereits im Super-G am Donnerstag über Rang zwei: „Heute war ich einfach nicht gut. Nicht bei den Toren und auch nicht dazwischen.“
Den größten Vorsprung des Tages fuhr am Freitag Georgia Yuen heraus: Die Australierin lag am Ende 33 Sekunden (!) vor ihren Mitstreiterinnen in der Klasse II3. Überschwängliche Freude kam bei ihr dennoch nicht auf – beim Blick auf die Anzeige nahm sie Platz eins eher achselzuckend hin.
Die Plätze getauscht haben zwei Frauen in der Klasse II2: Im Super-G lag Stephanie Schlömmer noch vor Anna-Sophie Friedl, im Riesentorlauf war es umgekehrt.
Nach zwei intensiven Renntagen gab es am Freitagabend endlich Gelegenheit zum Feiern und Jubeln. Um 18 Uhr standen die Siegerehrungen im Zielhaus Red Bull am Fuße der Streif an. Nach dem Dinner ebendort – es gab Roastbeef mit Ofenerdäpfeln – hieß es jedoch bald Bettruhe. Der Start des abschließenden Slaloms auf dem Kitzbüheler Horn erfolgt am Samstag nämlich schon um 9.45 Uhr.




