Mit Freude und Spaß in den Winter

Sprunglauf / Nordische Kombination

Beim Nordic Opening von 25. bis 27. November im finnischen Kuusamo startet für David Kreiner der Weltcup 2011/12 in der Nordischen Kombination.

„Ich kann es kaum glauben, dass es bald wieder los geht“, meint der Team-Weltmeister von 2011 beim Blick aus dem Fenster und genießt die Tage bei spätherbstlichem Schönwetter zuhause in Kitzbühel. Laut Wettervorhersage für die nächsten 16 Tage soll sich daran wenig ändern. „Du musst es aber sowieso nehmen, wie es kommt. Und der Kalender sagt was Anderes, nämlich Finnland.“  Der kommende Winter ist eine Saison ohne besonderen Höhepunkt wie Weltmeisterschaft oder Olympische Spiele. Dies bedeute aber keinesfalls, dass er nicht voll motiviert sei. „Früher hab ich es meist nur aus sportlicher Sicht betrachtet und mich in erster Linie auf gute Ergebnisse konzentriert. In der letzten Zeit hab‘ ich gesehen, dass es auch anders geht“, setzt David Kreiner vermehrt auf Freude, Spaß und eine große Portion Selbstvertrauen. Sein erster Weltcupsieg in Chaux-Neuve, die beiden Team-Goldmedaillen von Oslo und der Olympiasieg von Vancouver haben diese Einstellung ebenso beeinflusst wie die Talsohlen während seiner bisherigen Karriere.  Der Kitzbüheler Ski Club (K.S.C.) sei sein sportliches Zuhause – dort hat er in jungen Jahren begonnen und jetzt genießt er die seltenen Möglichkeiten, zusammen mit Seppi Jenewein und den Nachwuchs-Kombinierern zu trainieren. „Dabei hab' ich mich selbst wieder gesehen, als ich mit meinem Sport angefangen habe.“ Besonders die schwierigen Situationen haben ihn auf seinem Weg bestärkt und zum Teil eine Kursänderung bewirkt, denn „ich mache alles Schritt für Schritt.“

Dieses Motto gilt auch für die Slackline, die er schon vor einiger Zeit fürs Training entdeckt hat. Dabei sei es wichtig, mögliche Ängste zu überwinden und von sich selbst überzeugt zu sein. „Auch am Bakken darfst du nicht an dir zweifeln. Du musst die Herausforderung annehmen und immer das Beste draus machen“, legt er das sommerliche Slackline-Training mit Profi Michi Aschaber auf den Wettkampfwinter um. Mit Freude und Spaß geht er in die kommenden Rennen und sollte es mal weniger gut laufen, hält es David Kreiner mit dem großen Johann Wolfgang von Goethe, denn: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, lässt sich was Schönes bauen.“

  • Mit Mario Stecher, Felix Gottwald und Bernhard Gruber =von links) wurde David Kreiner in Oslo zweimal Teamweltmeister.