Ferdinand Friedensbacher
  • Beruf / Kader: Tapezierer, Skilehrer

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Erster Hahnenkamm-Abfahrtssieger 1931 Sieger im Hahnenkamm-Rennen Spezialspringen 1947

Er gewann am 29. März 1931 ein zu dieser Zeit nichtssagendes Abfahrts­rennen und sollte dennoch damit in die Geschichte eingehen: Ferdinand Friedensbacher gilt als erster Hahnenkamm-Abfahrts­sieger. „Wir fuhren über die Fleck nach Kirchberg. Ich kann mich an das Ren­nen deshalb sehr genau erinnern, weil es über zwei Zäune führte“, schilderte Friedensbacher 1985 in einem Gespräch mit der „Tiro­ler Tageszeitung“.

Der „Ferdl“, wie er allgemein genannt wurde, siegte in 4:34 1/5 Minuten und dabei mit dem rekordver­dächtigen Vorsprung von mehr als 16 Sekunden auf den Kitzbüheler Siegfried Engl. Kurios: Die Abstände wurden nicht in Zehntelsekunden, sondern in Fünftel gemessen.

Was weitgehend in Vergessenheit geraten ist: Im Rahmen der ersten Hahnenkamm-Rennen nach dem Krieg wurde auch ein Spezialspringen ausgetragen. Der Sieger 1947 hieß Ferdinand Friedensbacher, auf Rang zwei landete der für den K.S.C. springende Josef Wörgötter.

Nach dem Krieg legte der gelernte Tapezierer 1947 die Skilehrerprüfung ab und unterrichtete in Kitzbühel. Von 1955 bis 1970 leitete er die Skischule Jochberg. Ebenfalls im Jahr 1970 holte ihn die Vergangenheit ein: Als Feldgendarm hatte Friedensbacher im Mai 1944 auf Kreta einen griechischen Widerstandskämpfer erschossen, am 9. Dezember 1970 wurde er von einem Geschworenengericht in Innsbruck freigesprochen.


Erfolge

WettkampfOrtJahrRang
Ski Alpin / Abfahrt
Hahnenkamm-Rennen
Kitzbühel (AUT)1931 1
Skispringen / Akademische Österreichische & Tiroler MS
Akademische
Kitzbühel (AUT)1924 5

Ehrungen

EhrungJahr
KSC Sportehrenzeichen in Silber 1933